UKJ Tyrolia + UHS-BLV = UBLV Tyrolia

Im Sommer 1978 erfolgte eine wichtige Zäsur in der Vereinsgeschichte. Einerseits war unserer 1. Mannschaft der Wiederaufstieg in die A-Liga gelungen, andererseits war es mittlerweile unmöglich geworden, in der Bundesliga ohne Ausländer mithalten zu können. Fü die Verpflichtung eines fü Geld spielenden Legionärs hatte UKJ Tyrolia nie Geld besessen. Alle Spieler waren reine Amateure und mussten für alle Kosten selbst aufkommen. Einzig für Fahrten zu Auswärtsspielen (u.a. Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Gmunden, Wels, usw.) gab es von der Stadt Wien Unterstützung.

Auf Dauer konnte so ein Bundesligabetrieb nicht aufrecht erhalten werden. Daher entschloss sich der Vereinsvorstand gemeinsam mit UHS-BLV einen neuen, dritten Verein "Union Bundesländerversicherung Tyrolia" zu gründen, dem sowohl Sponsorgelder von der Firma Tyrolia als auch von der Bundesländerversicherung zur Verfügung stehen sollte.

Diesem neuen Verein gehörten neben der Bundesligamannschaft noch eine weiter Herrenmannschaft in der Wiener Liga, eine Junioren-, eine Jugend- und eine Schülermannschaft an, die sich aus den stärksten Spielern der beiden Stammvereine zusammensetzten. Die beiden Stammvereine UKJ Tyrolia und UHS-BLV blieben weiter bestehen und sollten neben ihren weiteren Herrenmannschaften vor allem auf dem jüngsten Nachwuchssektor (MINI und Schüler) eigenständig bleiben, während die aelteren Nachwuchsspieler bei UBLY Tyrolia zusammengezogen und leistungsorientiert geführt werden sollten.

Im Verein UBLV Tyrolia war für die A-Liga Mannschaft jetzt ein bisschen Geld vorhanden, um u.a. zwei basketballspielenden Studenten Kost und Quartier in Wien zu bezahlen. Vermittelt durch den schon mehrfach genannten Mark Hannson kamen Gary Collins und der ueberaus spektakulär spielende Kraig Wold zu unserem Verein und blieben drei bzw. zwei Jahre bei uns. Gary Collins heiratete schliesslich hier in Wien, wurde oesterreichischer Staatsbürger, Nationalteamspieler und Familienvater. Er wechselte dann zu den Mannschaften Klosterneuburg und UBSC Landis&Gyr und spielt jetzt noch immer in der Wiener Liga (bei den UBBC Wien Oldies).

Die Nachwuchsarbeit beim Grossverein UBLV Tyrolia war ganz ausgezeichnet. Gleich im ersten Jahr (1978/79) wurden Junioren, Jugend und Schüler Wiener Meister, die Schüler sogar Staatsmeister. Meistertitel wurden in der Folge für den UBLV Tyrolia Selbstverständlichkeiten. Unter diesen erfolgreichen Nachwuchsspielern war auch eine ganze Reihe von Simmeringer Talenten.

Die 1. Herrenmannschaft von UBLV Tyrolia spielte mit wechselndem Erfolg in der A-Liga. 1985 spielte man sogar im Europacup (gegen SSV Hagen, BRD). In der Mannschaft wirkten im Laufe der Jahre u.a. so berühmte ehemalige Nationalspieler wie Erich Tecka und Robert Bilik, der jetzige UBBC Wien Erfolgstrainer Werner Meisinger, die damaligen Teamspieler und jetzigen UBBC Wien Oldies Spieler Walter Fuchs, Hiko Ersek, Ronny Kunisch und Max Wellan, aber auch der spätere Präsident des Klosterneuburger Basketballclubs Heinz Buczolich und kurz auch Wolfgang Kirnbauer, der jetzige WBV-Generalsekretär, mit. Verschiedene Trainer kamen und gingen, auch die Legionäre wechselten fast jährlich. Als dann nach und nach immer weniger "echte" Tyrolianer in der Mannschaft waren, ging die Bindung an die Rundhalle in der Florian-Hedorferstrasse verloren. Die Heimspiele wurden schliesslich in die grosse Union-Halle in der Altgasse (13.Bezirk) verlegt.

Später wurde der Vereinsname auf "Union Sefra Tyrolia" und schliesslich - nach dem Rückzug der Firma Tyrolia und der von unserem Verein stammenden Funktionäre - auf "Union SPI" und dann "Basket Flyers", bis der Verein schliesslich vor zwei Jahren - nach dem sportlichen Höhepunkt eines oesterreichischen Vizemeisters - wegen finanzieller Probleme aufgelöst wurde. Wenn man will, kann man daher die nach dieser Auflösung entstandenen neuen Vereine "UBBC Wien" und später "Vienna Knights" als Abkömmlinge von UKJ Tyrolia bezeichnen.