Spiele, bei denen mit ballähnlichen Gegenständen auf hochaufgehängte Ziele geworfen werden mußte, gab es schon bei den aeltesten Kulturvölkern. An der Wiege des Basketballsports standen Azteken, Inkas und Mayas. Für die Zeit um 1200 n. Chr. lässt sich ein Korbballspiel bei den Indianern nachweisen.
1603 stellte ein gewisser Dietrich de Bry in seiner Schrift "Wahrhaftige Abkonterfeyung der Wilden in Amerika...." ueber Nordamerikas Indianer fest: "Darnach spielten sie mit den Ballen auff nachfolgende Weise: Mitten auf einem weiten Platz wird ihnen ein Baum aufgerichtet, 8 oder 9 Ehlen hoch (5 - 5,5m); darauf ist etwas Viereckichtes, aus Binsen geflochten, gelegt; welcher sich nun brauchet und das selbige mit dem Ballen trifft, der bekompt etwas Sonderliches zu Lohn."
Das Jahr 1681 gilt als das Entstehungsjahr des Basketballsports in seiner heutigen Form, als der Turnprofessor James Naismith für seine Footballspieler am Springfield College in Ohio, USA, einen Ausgleichssport für die Halle suchte und in Form eines Ballspieles erfand, dessen Ziel es war den Ball (anfangs natürlich das "Eierlaberl) in einen Korb zu werfen.
Da dieser (Pfirsich-) Korb am Boden aufgestellt war und sich die Footballspieler nach "Touchdown"-Manier auf ihn schmissen, bedeutet jeder erfolgreiche Abschluss gleichzeitig die Zertrümmerung des Korbes. Daher begann man die Körbe in die Höhe - auf die Balkonbrüstung der Zuschauertribünen - zu hängen. Als es den Spielern zu lästig wurde, nach jedem erfolgreichen Wurf den Korb herunterholen und leeren zu müssen, schnitt man den Boden des Korbes einfach ab. Und als die auf den Tribünen stehenden Zuschauer mit ihren Händen und sonstigen Hilfsmitteln begannen, die Wurfbahn des Balles zu beeinflussen, befestigte man den Korb an einem Brett, das in einigem Abstand zur Balkonbrüstung angebracht wurde. Um den Vorteil der "Langen" zu kompensieren, erfand man nach und nach die "Zone", die 3-Sekunden-Regel und schliesslich die 3-Punkte-Linie.