1906 kommt Basketball nach Europa. Hier gab es zu dieser Zeit das Korbballspiel und v.a. in Schweden und Holland das "Korfballspiel". Dabei musste auf freistehende Korbvorrichtungen (d.h. ohne Brett) geworfen werden. Im Korbball, das vor allem von Mädchen gespielt wurde, gab es einen kreisförmigen Korbraum, den ausser einer eigenen Korbfrau niemand betreten durfte.
Das niederländische Korfballspiel wurde interassenterweise von gemischten Mannschaften - je 6 Frauen und Männer - bestritten. Das Spielfeld war in 3 gleich grosse Abschnitte (Verteidigungs-, Mittel- und Angriffsdrittel) geteilt. In jedem Abschnitt durften sich pro Mannschaft nur 4 Spieler (2 weibliche und 2 männliche) aufhalten und gegeneinander kämpfen.
1935 wird im Oesterreichischen Handballbund ein Referent für Korbbal eingesetzt. Einige Handballvereine gründeten "Basketballsektionen".
1936 wird Basketball olympische Disziplin (für Männer).
1938 startet die erste Wiener Meisterschaft (Meister "WEISS-ROT-WEISS, ein von den Parkklub-Handballern gegründeter Verein, der in der Rusten- schacherallee eine eigene Halle hatte):
Im Nachkriegsösterreich begeisterten die US-amerikanischen Besatzungssoldaten mit ihren Basketballspielen im Wiener Messepalast die Wiener Jugend.
1948 wird der Oesterreichische Basketballverband (OEBV) gegründet. Gespielt wurde hauptsächlich auf Freiplätzen, nur wenige Vereine besassen Hallen, wie zum Beispiel WAT Landstrasse in der Boerhaavegasse.
1951 entsteht der Wiener Basketballverband (WBV). Eine vom Krieg zerstörte Halle der alten Börse in der Herrengasse war von Wiens Basketballer- gemeinde eigenhändig notdürftig restauriert und zum Zentrum des Basketballsports in Wien gestaltet worden. Tag für Tag wurde Halle frequentiert, an Wochentagen vormittags von sportbegeisterten Studenten und Schulschwänzern, abends von der Jugend und bis in die Nacht hinein von den Erwachsenen.
An Wochenenden gab es rund um die Uhr Meisterschaftsspiele. Man traf sich einfach auf jeden Fall "in der Herrengasse", nützte die Pausen und Auszeiten der Meisterschaftsspiele zum Wurftraining oder für ein schnelles "3 gegen 3", dem Vorläufer des heutigen "Streetballs", traf dort Basketballfreunde und nicht selten -freundinnen, war auf diese Weise immer ueber den gesamten Meisterschaftsverlauf informiert und am Puls des (Basketball-) Geschehens. Heute ist die legendäre Halle "Herrengasse" der grosse Ballsaal des Palais Ferstel.
1953 gab es erstmals auch Weltmeisterschaften für Damen.